WIR HELFEN!

 

Alles begann im Jahr 2008 mit einem E-Mail, in dem die drei Studentinnen Sarah Kotopulos, Julia Obereder und Tamara Pottfay Freunde und Bekannte um Unterstützung für ein Waisenhaus gebeten haben, das sie im Zuge eines Praktikums in Ghana kennengelernt hatten. Das Echo war großartig, und schon mit den ersten Spenden konnten die Studentinnen wertvolle Hilfe leisten. Durch das Spendenmail aufmerksam geworden, kam als Vierte im Bunde die gebürtige Schärdingerin Christin Braak-Forstinger dazu. Gemeinsam gründete das Quartett 2008 den Verein BRAVE­AURORA zur Unterstützung von gefährdeten Kindern und zur Dorfentwicklung in Afrika. Mittlerweile hat sich BRAVEAURORA zum größten Arbeitgeber von Guabuliga in Ghana entwickelt. Neben der Unterstützung der 45 Kinder des ehemaligen Waisenhauses hilft der Verein auch Menschen dabei, sich langfristig selber helfen zu können. Im Interview erklärt Obfrau Christin Braak-Forstinger, welche Ziele BRAVEAURORA verfolgt.

 

Christin, was hat euch dazu motiviert, den Verein BRAVEAURORA zu gründen?

Als wir 2008 das erste Mal in Ghana waren, hatten wir ein tief berührendes Erlebnis. Die Kinder des Waisenhauses Guabuliga hatten nichts außer einer Schüssel Reis am Tag und den zerrissenen Kleidern, die sie am Leib trugen. Bei der Essensausgabe am Abend fragten uns die Kinder, ob wir mitessen möchten – sie wollten diesen einen Schöpfer Reis mit uns teilen. Da haben wir tiefe Demut empfunden und beschlossen, unseren Verein BRAVEAURORA zu nennen. Denn diese Kinder waren für uns jeden Tag bei Sonnenaufgang kleine Helden. Zum Glück leben sie mittlerweile alle wieder bei ihren (erweiterten) Familien. Das Waisenhaus Guabuliga ist geschlossen.

 

Was ist eigentlich das Ziel von BRAVEAURORA?

Unsere langfristigen Ziele sind die Abschaffung von illegalen Waisenhäusern in Ghana sowie die Re-Integration von Waisenkindern und gefährdeten Kindern in ihre (erweiterten) Familienstrukturen. Seit heuer haben wir im Kampf gegen die Abschaffung von illegalen Waisenhäusern eine Kooperation mit Unicef, worüber wir unglaublich glücklich sind. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht bei uns an erster Stelle. Daher ist es ganz wichtig, dass unsere Ausbildungs- und Arbeitsprojekte vom Dorf mitgetragen und mitentwickelt werden. Wir arbeiten eng mit dem Chief und seinen „Elders“ sowie den Dorffrauen zusammen.

 

Ihr arbeitet alle ehrenamtlich, und der Arbeitsaufwand ist nicht gerade gering. Was motiviert euch eigentlich?

Erst vor Kurzem habe ich mir wieder gedacht, dass sich der ganze Einsatz wirklich lohnt. Wir waren im Februar mit einem Filmteam vom ORF in Ghana und haben in Tamale ein illegales Waisenhaus besucht. Dort lagen drei kleine Babys einfach nackt am Boden herum. Die anderen Kinder saßen stumm in Gitterbetten. Als Mutter von zwei kleinen Kindern schnürte es mir die Kehle zu. Als wir rausgingen, kamen uns allen die Tränen. Das Filmen wurde uns übrigens untersagt. Vor wenigen Wochen – und das kam durch unsere Kooperation mit Unicef zustande – teilte uns unser Projektleiter mit, dass die Kinder dieses Waisenhauses in Familien re-integriert werden können. Das gibt einem wirklich viel positive Energie und Kraft.

 

Warum kann BRAVEAURORA rasch und unbürokratisch helfen?

Wir sind ein kleines, flexibles Führungsteam, das rasch Entscheidungen treffen und umsetzen kann. Transparenz ist uns ganz wichtig, daher können Spender jederzeit den direkten Ertrag bzw. Effekt ihrer Spenden verfolgen. Sie können bei BRAVEAURORA darauf vertrauen, dass Ihre Spende tatsächlich zu 100 Prozent bei den afrikanischen Kindern ankommt.

 

hier zum online Artikel >>

 

 

<< zurück