Wasserprojekt 2013/2014

Sauberes Trinkwasser bedeutet Kinderleben! 
 
In den letzten Jahren hat BRAVEAURORA unter anderem auch einiges zur Wasser-Grundversorgung in Guabuliga beigetragen (z.B. Re-Aktivierung eines inaktiven Boreholes; 2 Wassertanks, Bau von vier „Water-Pipes“ und Verbindung mit dem Bore-Hole).
Nun plant BRAVEAURORA weitere Schritte im Ausbau der Wasserversorgung von Guabuliga unter Einbeziehung des lokalen „Water-Boards“, der Dorffrauen (die eine zentrale Rolle bei der Wasserversorgung einnehmen), eines Nord- Ghanaischen Wasserexperten und einer externen Expertin namens Theres Theuretzbacher aus Wien, die in den vergangenen Jahren 2012 und 2013 bereits eine Grundevaluation vor Ort gemacht hat.
 
Die getesteten Brunnen des Dorfes Guabuliga weisen bakteriologische Werte auf, die nach internationalen Richtwerten in die Kategorie HIGH RISK fallen, weshalb dringender Handlungsbedarf besteht! Hier eine detaillierte Beschreibung unseres Wasserprojektes, denn eine nachhaltige Lösung für die lebenswichtige Ressource Wasser ist für die Menschen in diesem kleinen Dorf zukunftsweisend!
 
Aufklärungsarbeit zum Thema Wasser und Trainings für Peer-Educators haben intensiv begonnen! 
 
Um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Wasserprojektes sicherzustellen, wurde vor der baulichen Implementierung des Solarsystems eine lange Projekt-Vorlaufphase eingeplant, um das Bewusstsein für sauberes Trinkwasser in der Bevölkerung zu stärken und eine Gruppe von Schlüsselpersonen auszubilden, die als Peer-Educators das Wissen ins Dorf weiter tragen.
Ende Oktober 2013 fand ein 2 - tägiges Training zum Thema „Water and Sanitation“ in Guabuliga statt, welches von der ghanaischen NGO „Rural Aid“, die Experten im Thema "Wasser" sind, geleitet wurde.
Es wurden die wichtigsten Personen aus Guabuliga eingeladen am Peer-Educators-Training teilzunehmen: Neben dem Chief und seinem Ältestenrat waren auch Lehrer, Frauen aus jeder Section des Dorfes sowie Vertreter der Kirchen und Moscheen in Guabuliga anwesend. Diese sogenannten „Peer Educators“ wurden ausgebildet, um die Kunde über „Water and Sanitation“ im Dorf zu verbreiten und dadurch viele Menschen über die Wichtigkeit von sauberem Trinkwasser aufzuklären. 
Anhand von vielen Bildern und Geschichten wurde den Teilnehmern gezeigt, was im Dorf gut läuft, was nicht – und wie es geändert werden kann. Die gesundheitlichen Auswirkungen von stark verunreinigtem Wasser, die Wichtigkeit des Sauberhaltens der Wasserstellen, sowie die notwendigen finanziellen Unkostenbeiträge für die Instandhaltung der Wasserstellen wurden thematisiert. Denn nur wenn das Dorf selbst ein System entwickelt um Geld anzusparen, kann es im Falle einer Reparatur eigenständig handeln – und ist nicht von BRAVEAURORA oder einem anderen Förderer abhängig.
Die Teilnehmer konnten allesamt viel lernen, und tragen seither dazu bei, dieses Wissen im Dorf (in der Schule, der Moschee, der Kirche, bei Dorf - Meetings ect.) weiterzugeben. 
 
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Gründung eines neuen Water - Boards
 
Eine Sensibilisierung zum Umdenken bzgl. dem Thema Wasser, und der Notwendigkeit von mehr Engagement innerhalb der Dorfgemeinschaft, wurde durch die Trainings und viele Gespräche mit den Schlüsselpersonen aus Guabuliga erfolgreich vermittelt. Auch die Bedeutung eines funktionierenden „Water Boards“ wurde thematisiert. 2004 gründete sich in Guabuliga - wie in Dörfern der Region üblich - ein Water Board, dessen Aufgabe es ist das Wasserversorgungssystem instand zu halten und für ausreichende Einnahmen für Reparaturen zu sorgen. Seit die Wasserversorgung über den Wassertank nicht funktioniert, wurde auch kein Geld eingesammelt, infolgedessen können selbst die existierenden Wasserquellen nicht instand gehalten werden. Um herauszuarbeiten, wo die organisatorischen und strukturellen Probleme hier liegen, wurden Gespräche mit jedem einzelnen Mitglied des Water Boards geführt.
Aus diesen Gesprächen gesammelten Informationen, sowie aus der Feldforschung und Analyse der quantitativen und qualitativen Erhebung der Wasserversorgung gesammelte Erkenntnisse deuten klar darauf hin, dass die Installierung eines solargesteuerten Pumpsystems für den Wassertank die zukunftsorientierteste und funktionalste Lösung für Guabuliga darstellt.
Des weiteren wurde ein neues Water-Board installiert, in dem zum ersten Mal auch Frauen aktive Mitglieder sind, da sie diejenigen sind, die im Alltag am meisten mit dem Wasser zu tun haben. Ein Geld-Sammel-System wurde von diesem Water-Board gemeinsam mit den einzelnen Sektionen des Dorfes erarbeitet, um die Instandhaltung der Solaranlage langfristig zu sichern.