Guabuliga Greenbelt

 Energy Globe Award Winner

Das Projekt Greenbelt Guabuliga ist Teil eines visionären Wachstumsplans der in Kooperation der Universität für Angewandte Kunst, Institut für Architektur, [applied] Foreign Affairs, unter Leitung der Architektin Mag. Arch Bärbel Müller und dem Dorf, erarbeitet wurde. Die Pläne hierzu wurden dem Chief und den Elders von Guabuliga im Februar und September 2012 vorgestellt und mit großem Interesse angenommen.

 

 

Greenbelt - Guabuliga - Research and project coordination

 

 

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Die Bevölkerung von Guabuliga wächst. Makroklimatische Erwärmung, Entwaldung und eine Veränderung der traditionellen Bauweise führen zu viel zu heißen Wohnbedingungen, einer Verknappung der Nahrungsmittelversorgung in der Trockenzeit und einer Veränderung der Umwelt. Durch das Fällen des Waldes entlang des Flussbetts von Guabuliga trocknet zum Beispiel der Fluss in den letzten Jahrzehnten in der Trockenzeit aus. Das Dorf soll in Selbstorganisation wachsen und damit dieses Wachstum nachhaltig stattfindet, werden drei Potentiale des Dorfes als Motor für die Selbstorganisation des Dorfes aktiviert. Das Flussbett, welches derzeit in der Trockenzeit austrocknet, ermöglicht dry-season-Gärten für das ganze Dorf. Eine Reaktivierung des Marktes, der derzeit kaum existiert, bedeutet die regionale Stellung des Dorfes zu erhöhen und der Greenbelt Guabuliga's verbindet den Markt und das Flussbett. Grüne Verbindungen als beschattete Fußwege und Aufenthaltsorte im Freien sind der dritte Schwerpunkt, ein lebenswertes Dorf zu schaffen.
Durch strategisches Pflanzen von Bäumen entstehen durch den Greenbelt Guabuliga Windbarrieren gegen den staubigen Harmattan-Wind in der Trockenzeit und Windschneisen für den Wind der Regenzeit, der frische Luft in das Dorf bringt. Durch den Schatten der neuen Bäume entstehen attraktive Orte zum Arbeiten, als Treffpunkte, für Sport und für die Reaktivierung des Marktes. Zusätzlich bieten die Früchte der Bäume - Mangos, Cashews, Guaven, etc - eine zusätzliche Versorgung mit frischen Nahrungsmitteln und diese stellen auch eine zusätzliche Einnahmequelle für die Bevölkerung dar.
 
Im September 2012 wurden in einem Event 150 neue Bäume in einem joint-project zwischen [a]FA - Universität für Angewandte Kunst Wien, BRAVEAURORA und den EinwohnerInnen des Dorfs gepflanzt. Jeder Ortsteil erhielt 25 Bäume, mit gleichem Anteil an besonderen Obstbäumen und großen einheimischen Baumarten mit medizinischer oder klimatischer Relevanz.
 
Ökologisch wichtige Positionen wurden für die neuen Bäume mit Fähnchen in unterschiedlichen Farben markiert. Die Bäume - markiert in der selben Farben - wurden von den BewohnerInnen des Dorfs selbst gesetzt und werden jetzt von den BewohnerInnen jedes Ortsteils gepflegt - in der Trockenzeit gegossen und vor Schaden durch Tiere geschützt.
 
Der „Greenbelt“ reguliert das Wachstum des Dorfs Guabuliga und hält einen 7 ha großen Bereich von Bebauung frei. Dieses Projekt ermöglicht zusätzliche Mikrokredit-Optionen für lokale Familien, wie zum Beispiel für das Trocknen und Verkaufen von Früchten, oder für das Anlegen von dry-season Gärten im Flussbett. Zusätzlich wird durch dieses Projekt ein Gefühl für gemeinsame Verantwortung für die eigene Umwelt gefördert – diese Verantwortung ist auch für andere relevante Bereiche im Dorf notwendig, wie beispielsweise den Umgang mit sauberem und verunreinigtem Wasser und der Handhabung von Abfällen.

 

 

 

 Die Sections bringen ihre Bäume in das Greenbelt-Arial  Die Sections bringen ihre Bäume in das Greenbelt-ArialII

 

Die Ortsteile bringen ihre 

 

Bäume ins Greenbelt Areal...
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 Der Chief des Dorfes Guabuliga

 

 pflanzt den ersten Baum
 greenbelt _ chrili  Ein neuer Mahagony am Markt

Chrilli und die Dorfbewohner besprechen das Projekt

 Neuer Mahagony am Markt